Mein nächster Trip startet auf dem Beifahrersitz eines roten Käfers, Baujahr 1974. Sergey nimmt mich mit von Tel Aviv in die Negev-Wüste. Unser Ziel ist der Desert Ashram, wo wir ein Wochenende lang unsere Yogamatten ausrollen. Knappe vier Stunden dauert die Fahrt, selbstverständlich originalgetreu ohne Klimaanlage. Dafür gibt es einen im Fußraum eingebauten Ventilator und geöffnete Ausstellfenster sowie die unbezahlbare Erinnerung an mein erstes Auto, noch dazu im gleichen Rot.
Kamele haben wir unterwegs keine gesehen, trotz der vielen Warnschilder. Aber eine Landschaft, die sich hinter Beer Sheva immer mehr zur gigantischen Kulisse eines Science-Fiction-Films wandelte. Als führe man durch ein nicht endendes Braunkohle-Abbaugebiet, dabei den heißen Wüstenwind im Gesicht und das Shirt am Kunstleder klebend (ich hatte damals immerhin schon Stoffsitze 😉 Etwa 70 km vor Eilat ist die Wüste nur noch flach und endlos und mitten im Nirgendwo biegen wir links ab. „Oh my Buddha“ steht am Eingang – wir sind da!



Sergey ist aber genau so gut in Schuss, wie sein Käfer… 😉
Wehmütige Erinnerung auch für mich an alte „Käfer-Zeiten“.Mein Herz gehörte ihm immer und noch heute schaue und höre ich einem Modell von damals hinterher. Die „Menagerie“ im Ashram finde ich faszinierend, aber hat es inzwischen auch mal einen Blick in die wunderschönen Augen eines Kamels gegeben? (damit meine ich nicht den Mann im Lendenschurz!) Weiterhin noch viele schöne Begegnungen. LG Mo