Archiv der Kategorie: Abseits der Matte

Barcelona muss noch warten

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Gestern Abend habe ich die Nachtfähre ablegen hören, mit der ich eigentlich nach Barcelona wollte. Aber ich fühle mich hier gerade so wohl, dass ich beschlossen habe, noch zu bleiben.
Denn Ibiza-Stadt gefällt mir trotz Hochsaison sehr. Ich sitze wie jeden Morgen in einer unspektakulären Bar beim Cafe con leche und genieße das Leben rund um mich. Neben mir wie jeden Morgen die verrückte Alte beim Cortado und die durchgestylte Blonde auf dem weg zur Arbeit. Der Kellner gibt der Blonden Feuer und erträgt das irgendwann einsetzende lautstarke Palaver der Alten mit gleichmut – alles wie immer.

Muss nur die Zimmerfrage noch lösen, denn es ist alles ziemlich ausgebucht und momentan kann ich nur so von Tag zu Tag verlängern. Ich halte euch auf dem laufenden.

Orangen fuer Formentera…

…. waren heute Vormittag mit mir an Bord nach Formentera. Ausserdem  jede Menge Italiener. Auch Ibiza-City ist voll von ihnen und man erkennt sie in erster Linie an Sonnenbrillen mit pinken, gelben oder weissen Gestellen.

Ausblick auf die Salinen

Im Hafen La Savina habe ich mir gleich ein Fahrrad gemietet und los ging´s Richtung Ses Illetes, den langen Zipfel noerdlich des Hafens. Man radelt an den Salinen vorbei und kommt schnell zu superschoenen Straenden. Im Westen ruhiges Wasser und Baden erlaubt, auf der Ostseite  richtige Wellen mit Badeverbot.

Die coole Schwester hatte sich beklagt, dass sie die letzten Tage nur drinnen war, also habe ich sie heute eingepackt und wir haben gemeinsam in der Sonne gelegen.
 
 
 
… endlich mal wieder an der Luft

Herrlich war´s!

Nach einem ausgiebigen Essen zur spanischen Mittagszeit um 16h haben wir dann noch eine groessere Runde gedreht und sind ueber Pujols und Sant Francesc wieder zurueck zum Hafen.
Und jetzt gehts unter die Dusche!
 
 
 

Downtown Ibiza

Nach den Wi-Fi-Tagen und wenig entspanntem Schreiben auf dem Handy, sitze ich jetzt in einem locutorio in Ibiza-City mit haengender Tastatur… ok, man kann nicht alles haben…

Gestern haben Harriet und ich nach der Yogaklasse noch eine Acroyogaeinheit eingelegt.

Entspannung pur... bedankt, Harriet 🙂

Sie hat in Sneek ein eigenes Yogastudio und gibt dort auch Thaimassagen  und ich kam in den Genuss einer Profimassage und einer sehr stabilen Base!

Danach war Inselerkundung angesagt und wir haben einen herrlichen Nachmittag am Strand verbracht und auf dem Rueckweg abends noch sehr lecker in einer anderen Bucht gegessen. Ich wuensche Euch echt allen, dass das Wetter auch bei Euch besser wird und schicke ganz viel Sonne – fùer die Yogis unter Euch: vielleicht helfen Sonnengruesse!

Super-Yogis...

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Urlaub!!!

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Heute morgen habe ich dann den Garden of Light mit ein wenig Wehmut wegen all der netten Menschen dort verlassen und mich in die „Hauptstadt“ aufgemacht. Hier siehste mit Abstand die kuerzesten Roecke, die hoechsten Schuhe, die aufgestyltesten People und an jeder Ecke locken die Angebote der Megaclubs. Relativ unbeeindruckt davon thront ueber allem die Altstadt und macht den Besuch auch fuer Flachschuhtraeger wie mich lohnend – spanisches Leben pur! Ich koennte ewig auf einem der schoenen Plaetze sitzen und nur Leute gucken oder auf Formentera schauen und langsam die Sonne dabei untergehen sehen…
 
 

Mit Moses auf dem Markt

Bei mir gehts biblisch weiter 😉 Gestern Abend enterte Moses aus Lissabon unser Zimmer. Da haben die Franzoesinnen und ich nicht schlecht geguckt, wussten wir doch bis dahin nicht, dass wir im mixed dorm untergebracht sind…  Die kleinen Franzoesinnen – maximal 20 – haben erstmal fluchtartig das Zimmer verlassen und so kam ich mit Moses ins Gespraech. Wir sind in diesem Hostel mal mit Abstand die aeltesten und das schweisst natuerlich zusammen! Auch Moses geht einem normalen Beruf nach, er arbeitet als Polizist und war auch mal drei Jahre in Sagres (Hola, Linda!) stationiert. Das groesste Problem in dieser Zeit war immer, dass die Tankstelle oefters keinen Sprit mehr hatte… Nun ja, inzwischen wurde die Polizeistation dort wohl auch geschlossen.

Ich liebe solche Markthallen...

Heute morgen waren wir dann zusammen auf dem Markt. Ich kaufe dort ja immer gerne mein Obst ein und das Angebot ist echt unglaublich frisch und lecker. Und die Markthalle der Wahnsinn!

 

Moses ist dann zum Zug um die Kueste zu erkunden und wir treffen uns gleich nochmal auf ein paar Tapas.

Ich bin dann erstmal mit dem Bus zum Strand und von da aus in die „Ciudad de las sciencias y las artes“. Unglaubliche Architektur mit tollen Fotomotiven.

sollte ich es dieses Mal hinbekommen haben mit dem Hochformat?

Wenn das Raufladen nicht immer so lange dauern wuerde, wuerde ich noch viel mehr einstellen.

Auf jeden Fall habe ich noch diese Luftaufnahme abfotografiert, da koennt ihr sehen, wie gross das Ganze ist und im Hintergrund vielleicht den Hafen erkennen, von dem aus ich morgen mal wieder eine Faehre nehme… nach: Ibiza! Es gibt dort ein Yogazentrum, in das ich fuer ein paar Tage gehen werde. Leider machen sie, wie jetzt auf der website zu lesen ist, Ende Juli zu und ich freue mich, dass ich noch ein paar Tage dort sein kann.

http://www.ecoyogacentreibiza.com/

... links davon uebrigens das Stadion des FC Valencia (to whom it may concern 😉

Die Liebenden von Teruel

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Bin auf dem weg nach Valencia und habe in Teruel Station gemacht. Die Strecke hierhin fast wie in den USA… Bei fast genau 2000 km im nirgendwo getankt. Die kleine läuft nach wie vor tadellos, quasi kein Ölverbrauch, kette und Luft kontrollier ich natürlich regelmäßig! Und sonst gäbs auch hier um die ecke wieder einen Moto Honda.
Teruel lohnt einen stopp. Die Altstadt ist fast komplett im Mudejar-Stil (googlen 😉 und hat eine Herz zerreißende Liebesgeschichte – Les amantes, so ne Art Romeo & Julia – zu bieten.

Ich habe Jesus getroffen…

… er ist etwa Mitte 50, faehrt Mountainbike und arbeitet ansonsten bei Opel in Zaragoza!Ich traf ihn heute im Expo-Park am Ebro. Habe mir ein Fahrrad geliehen, bin dorthin geradelt und habe meine Matte direkt am Ufer ausgerollt, wie Ihr unten seht. Jesus war neugierig, was ich dort mache und ja, dann haben wir den ganzen Parque del Agua zusammen beradelt und er hat mir alles erklaert. Die ganze Anlage wurde damals fuer die Expo – Thema Wasser! – gebaut und ist heute natuerlich ein beliebtes Freizeitziel. Man kann dort echt alles, was irgendwie mit Wasser zusammenhaengt, machen und sehen – und wenn man dann noch einen kompetenten Fuehrer hat 🙂

So, und falls ich hier jetzt mal problemlos hochladen kann (kaempfe schon wieder mit einer merkwuerdigen Tastatur) gibts jetzt noch die versprochene Diashow von hier:

Die coole Schwester (Geschenk meines Bruders!)passt auf mein Moped im Hof auf

ok, nach Foto 1 wirds schon wieder schwierig 😦 mal sehen…

In der Basilika kuesst man fuer alle Faelle die Fuesse einer Jesus-Statue

Ohne Botox im Aljafaria-Palast - Vorbild fuer die Alhambra in Granada

... es gibt sie!

Alma del Ebro - die Seele des Ebro

Matte muss sein!

... und danach erschien Jesus!

Waschen inklusive

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Seht ihr dieses Getränk? Cafe con hielo. Mein LieblingsGetränk in Spanien, wenn es heiß ist und das ist es in Zaragoza. 36 Grad!
Ich habe mich mal wieder im youth hostel einquartiert u bin in einem alten Palast mitten im Zentrum, echt grandios, konnte sogar das bike im hof parken-sonst ist parken immer ein Thema. Und im hof neben den Bierzelt Garnituren hängt jetzt auch meine Wäsche, hier passt echt alles und die Stadt gefällt mir auf Anhieb, nicht nur deshalb. War ja auch mal Expo-Stadt u ich erinnere mich, dass die damals irgendwie das Thema Wasser hatten… das sieht man überall u die Gebäude sind der Hammer.
Es gibt sogar mehrere Yogaschulen, aber meine Recherchen haben ergeben, dass die alle samstags u sonntags keine Kurse haben…? Sehr schade, dann gehe ich morgen halt in den park.
Und jetzt muss ich Schluss machen, denn ich habe gleich eine Verabredung. Ich treffe mich mit Antonio, der im Museum arbeitet, wo ich mir eben noch spontan die Goya-ausstellung angesehen habe. Morgen mehr:)

Sol y vino

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Senor Pedro Garcia Oruezabal steht schon auf der straße als ich vor der Pension in Logrono ankomme. Er wartet auf mich, hat aber offensichtlich nicht mit einem bike gerechnet und guckt ganz grimmig. Als ich ihm sage, wer ich bin und er spanische Worte hört, packt er dann aber doch seinen ganzen Charme aus… ob ich alleine sei? Das Zimmer habe 3 betten! Großartig, das passt ja schon mal!
Senor O. gibt mir noch nen stadtplan u auf gehts in die Hauptstadt des Rioja. Bin heute über Vitoria-Gasteiz und das Ebro-Tal gefahren. Tolle Strecke, vorbei an den ganzen bekannten Weingütern. Und die ersten Storchennester habe ich gesehen und überhaupt: die sonne schien!
Nur schade, dass ich keinen… Wein mitnehmen kann, dabei gibts hier extra biker-Wein…
Logrono kannte ich noch nicht und wird hiermit wärmstens empfohlen. Sehr schöne Altstadt mit vielen tapas-Bars und natürlich vino de Rioja, den ihr vor mir seht. Und hinter mir: blauer Himmel 🙂

al sur

Heute morgen habe ich mir beim Cafe con leche die Wettervorhersage in „El Mundo“ angeschaut:

An der Kueste ist weiterhin nur Regen angesagt… Gestern hatte ich echt ein Stimmungstief wegen des Wetters. Es hat wirklich bis zum fruehen Abend durchgeregnet und es machte wenig Spass draussen unterwegs zu sein. Mein Alternativprogramm sah so aus, dass ich etwa eine Stunde in einer Buchhandlung in „España en moto“, der Bibel fuer Motorradfahrer, gelesen habe… viele tolle Routen, jetzt muss ich mich nur noch entscheiden… und – das jetzt mal ueberlesen, Jungs – eine Haarkur gekauft habe. Ja, so verzweifelt war ich! Aber davon ab, meine Haare konnten es nach Helm, Wind und REgen doch auch vertragen 🙂

Als der Regen dann abends tatsaechlich mal nachliess, bin ich zum Guggenheim Museum, wo Arcade Fire spielten. Ich haette durchaus noch eine Karte kaufen
koennen, hatte aber in Abstimmung mit den Ordnern;-) einen so grandiosen Platz, dass ich sogar super sehen konnte. Und als sie „No cars go“ gespielt haben (Gruss an Nico!!!), hatte der gestrige Tag dann doch noch einen Hoehepunkt – also von der Haarkur mal abgesehen! Schrieb uebrigens auch „El Mundo“ heute morgen, zumindest, was ich verstehen konnte.

So, und nun mache ich mich auf der Suche nach Sonne weiter Richtung Sùeden auf, auf einer Route aus der Motorradbibel.

Hammer, oder?

Goodbye England!

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Melde mich live über Internet@sea. Vor 4 stunden haben wir in Plymouth abgelegt, ausser mir noch etwa 100 weitere Bikes. Das war ne Kulisse im Hafen, mehrere Harley-Gangs darunter, noch nie so viele tatoos auf 2 rädern gesehen. Und ich bin definitiv die einzige deutsche an Bord, nachdem ich vergangene Woche echt viele getroffen habe.
Aber weil ich auch auf 2rädern unterwegs bin, gehöre ich natürlich dazu und bekomme sofort ein Bier ausgegeben… und alle fragen ob ich on my own unterwegs bin. „Good girl“ heißt es dann und weitere Getränke wären jetzt möglich 🙂
Nachdem Frau und maschine sich jetzt richtig auf links eingegroovt haben, gehts nun nach Spanien. Die Woche war toll und es gibt noch viel mehr zu erzählen, aber irgendwann bin ich ja zurück und dann gibts auch mehr!
Und noch was: ich hab hier bliss gefunden.