In acht Stunden zu Fuss durch die Altstadt und Ostjerusalem heißt, eine Reise durch die Religionen der Welt zu machen. So viel heilige Stätten auf überschaubarem Raum, die dann auch noch von mehreren Religionen für sich beansprucht werden, das kann eigentlich nur zu Konflikten führen. An neuralgischen Punkten ist denn auch immer wieder Militär präsent und auch ich habe mich im Laufe meiner Reise – fast – an den Anblick von Soldaten mit Maschinengewehren gewöhnt.
Hier heute unterwegs zu sein, bedeutet Feiertagsstimmung im jüdischen Viertel wegen Shabbat, während im muslimischen Teil der Samstag den lebhaften und lautstarken Auftakt zum Wochenbeginn markiert. Faszinierend und anstrengend zugleich ist diese Mischung und darauf genehmige ich mir nach der Rückkehr erstmal ein kühles Goldstar!






Aufgrund Deines spannenden Blogs aus dieser Stadt habe ich nach langer Zeit nochmals „Nächstes Jahr in Jerusalem“ von Andrè Kaminski gelesen. Es ist zwar ein Roman, aber man erfährt sehr viel über jüdisches Leben und die Geschichte und ich weiß jetzt auch, dass der Titel ein rituelles Wiedersehens-Versprechen ist, dass in jeder Familie so formuliert wird. Bin schon sehr auf Deine mündlichen Berichte gespannt.
Komm gut heim! Liebe Grüsse Mo