Die letzten Tage hatten’s in sich. So viele Erfahrungen, so viele Gespräche, und immer begleitet vom coffee arabic. Das leckere mit Kardamom und Nelken und ichweißnichtwasnoch aufgekochte Gebräu ist ein Zeichen der Gastfreundschaft und die durfte ich hier wirklich erfahren. Einzige Begrüßungsalternative ist der schwarze Tee mit frischer Minze – ebenfalls ganz köstlich. Beides führt in Mengen naturgemäß zu großer Wachsamkeit und die benötigte ich auch dringend, um meine ganzen Eindrücke zu verarbeiten.
Heute war ich mit Abood in Bethlehem unterwegs. Er bietet Free walking Tours durch die Stadt an und ich war sein einziger Gast: lucky me! Es war heiß und ich war morgens schon von Beit Sahour, wo ich im Arab Women’s Union guesthouse übernachte, den Berg hinauf nach Bethlehem gelaufen (Wie die schwangere Maria das damals bis zur Geburtskirche geschafft haben soll, ich weiß es nicht…ich hoffe, Josef war ein starker Mann!) Jedenfalls waren wir beide dann auch nochmal gut zwei Stunden zu Fuß unterwegs und ich brauchte weiteren Kaffee zur Verarbeitung der heutigen Infos. Den gab’s dann auch nach einem gemeinsamen Lunch zum Abschluß im wunderbaren Singer Café. Zumindest für mich, denn Abood verriet mir dort, dass er gar keinen mag und dadurch manchmal ein echtes Problem hat, siehe oben!



