Ich bin in Jenin und damit auf palästinensischer Seite. Ein Sherut (minibus) hat mich gestern von Nazareth über die Grenze hierhin gebracht. Ayman ist der Besitzer des Cinema Jenin Guesthouse und ein kompetenter Führer durch das Flüchtlingscamp und die Altstadt. „Salam Ayman“ tönt uns überall entgegen, während wir unterwegs sind. Etwa 14.000 Menschen leben auf einer Fläche von etwa einem Quadratkilometer im Lager, mitten und nicht abgeriegelt vom sonstigen Stadtgebiet. (Da ich hier kaum die Hintergründe weitergeben kann: wer mehr erfahren möchte über die Intifada usw., bitte googeln).
Am Rand des Camps liegt das berühmte Freedom Theatre, dessen Leiter 2011 von einem Unbekannten erschossen wurde. Ich hätte mir gerne ein Stück von ihnen angeschaut, aber die nächste Vorstellung ist erst morgen Abend. Auch das Cinema Jenin, zu dem das guesthouse gehört, ist international bekannt. Diverse Filmprojekte mit deutscher Unterstützung wurden hier realisiert (auch alles mal googeln, gibt auch eine deutsche Website!). Und auch Ayman hat schon in einem Film mitgespielt.
Unser Rundgang endet mit Knafeh, natürlich ebenfalls bei Freunden von Ayman . Das Gebäck mit Käse und Honig ist unglaublich lecker und ersetzt locker mein Abendessen. Shukran Ayman, danke Ayman, für die Zeit in Jenin!



