Anjum ist die erste Frau, mit der ich mich unterhalten kann. Sie ist die einzige weibliche Führerin unter 350 Männern durch die Festungsstadt Fatehpur Sikri. Wie immer denke ich, dass es kein Zufall war, dass gerade wir beide zusammentrafen. In den letzten Tagen habe ich mit Sunil und Rajeev gesprochen und viel über die männliche Sichtweise zu Beziehungen und „arranged marriages“ erfahren. Anjums sieht natürlich anders aus. Aber sie hat Glück, ihr Vater ist ein fortschrittlicher Mann und erlaubt ihr zu studieren. parallel arbeitet sie schon als Guide und möchte auch nach ihrem Geschichtsstudium in diesem Bereich bleiben. Mal sehen, wie es nach der Hochzeit, die trotzdem irgendwann anstehen wird, aussieht. Ich wünsche ihr viel
Glück!
Fatehpur Sikri war faszinierend und ist auch heute noch ein Pilgerziel für Menschen aller Religionen. Der damalige Herrscher hatte drei Hauptfrauen, eine Muslimin, eine Christin und eine Hindi, praktische Lösung, wie ich finde.
Heute Abend nehme ich den Nachtzug, nein, nicht nach Lissabon, sondern nach Varanasi. Goodbye Agra!


In der Moschee Jami Masjid durfte auch ich als Nichtmuslimin spenden, dafür ein Band anbinden und mir mit jedem Knoten etwas wünschen. Was, darf ich selbstverständlich nicht sagen. Ich sag nur, dass Allah die Zahl auf drei beschränkt hat, er muss ja irgendwie auch durchkommen…
Toll, was Du schon so alles erlebt und reflektiert has Susanne!
Kommst auch zum Relaxen?
LG Robert