Tagesarchiv: 14. Juli 2011

Sol y vino

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Senor Pedro Garcia Oruezabal steht schon auf der straße als ich vor der Pension in Logrono ankomme. Er wartet auf mich, hat aber offensichtlich nicht mit einem bike gerechnet und guckt ganz grimmig. Als ich ihm sage, wer ich bin und er spanische Worte hört, packt er dann aber doch seinen ganzen Charme aus… ob ich alleine sei? Das Zimmer habe 3 betten! Großartig, das passt ja schon mal!
Senor O. gibt mir noch nen stadtplan u auf gehts in die Hauptstadt des Rioja. Bin heute über Vitoria-Gasteiz und das Ebro-Tal gefahren. Tolle Strecke, vorbei an den ganzen bekannten Weingütern. Und die ersten Storchennester habe ich gesehen und überhaupt: die sonne schien!
Nur schade, dass ich keinen… Wein mitnehmen kann, dabei gibts hier extra biker-Wein…
Logrono kannte ich noch nicht und wird hiermit wärmstens empfohlen. Sehr schöne Altstadt mit vielen tapas-Bars und natürlich vino de Rioja, den ihr vor mir seht. Und hinter mir: blauer Himmel 🙂

al sur

Heute morgen habe ich mir beim Cafe con leche die Wettervorhersage in „El Mundo“ angeschaut:

An der Kueste ist weiterhin nur Regen angesagt… Gestern hatte ich echt ein Stimmungstief wegen des Wetters. Es hat wirklich bis zum fruehen Abend durchgeregnet und es machte wenig Spass draussen unterwegs zu sein. Mein Alternativprogramm sah so aus, dass ich etwa eine Stunde in einer Buchhandlung in „España en moto“, der Bibel fuer Motorradfahrer, gelesen habe… viele tolle Routen, jetzt muss ich mich nur noch entscheiden… und – das jetzt mal ueberlesen, Jungs – eine Haarkur gekauft habe. Ja, so verzweifelt war ich! Aber davon ab, meine Haare konnten es nach Helm, Wind und REgen doch auch vertragen 🙂

Als der Regen dann abends tatsaechlich mal nachliess, bin ich zum Guggenheim Museum, wo Arcade Fire spielten. Ich haette durchaus noch eine Karte kaufen
koennen, hatte aber in Abstimmung mit den Ordnern;-) einen so grandiosen Platz, dass ich sogar super sehen konnte. Und als sie „No cars go“ gespielt haben (Gruss an Nico!!!), hatte der gestrige Tag dann doch noch einen Hoehepunkt – also von der Haarkur mal abgesehen! Schrieb uebrigens auch „El Mundo“ heute morgen, zumindest, was ich verstehen konnte.

So, und nun mache ich mich auf der Suche nach Sonne weiter Richtung Sùeden auf, auf einer Route aus der Motorradbibel.

Hammer, oder?